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 Krˇlewskie Miasto Dar│owo

 
  Kr├│lewskie Miasto Dar┼éowo  
   
 
   

 Auf die AbkŘrzungen

 

     

Sehenswertes

Zamek Książąt Pomorskich Schloss der Herzöge von Pommern

Im Jahre 1352 kaufte der Herzog von einer reichen Rügenwalder Städterin – Elisabeth von Behr ­– mit dem Gedanken, dort ein Schloss zu bauen, eine Insel samt einer Mühle. In den Jahren 1352 – 1378 ist ein eindrucksvolles Schloss entstanden. Vielmals um- und ausgebaut, diente als ein Herzogssitz, der wegen seines repräsentativen Charakters gern besucht wurde. Im Laufe der weiteren Umbauphasen wandelte es sich in eine mittelalterliche Burg um. In dieser Gestalt bestand sie aus drei Flügel: den Ost-, Süd- und Westflügel (Wipperflügel), und den Torturm, über welchen sie mit der Bauernwirtschaftsansiedlung zu seinem Füßen an der südlichen Seite verbunden war.

Während des XV. und  XVI. Jhdts. unternahm man in dem Schloss zahlreiche Ausbau- und Änderungsarbeiten. Obwohl die nächsten Greifen Darłowo als einen vorübergehenden Sitz betrachteten, waren sie damit bemüht, dass das Schloss an Ruhm und Glanz gewann, die einer Herzogsresidenz würdig waren.

Der erste Herrscher, der das Wehrsystem modernisierte und das Schloss ausbaute, war der Herzog Erich I. von Pommern. Es geschah in den Jahren 1449-59, als er nach dem Thronverlust in Skandinavien, alt und verbittert, jedoch nicht weniger kampflustig, zu seiner Erbschaft zurückkehrte. Im Umriss den ursprünglichen Schutzmauern baute der Herzog den Westflügel – zweistöckiger Wohnflügel – und umgab das Schloss mit dem zweiten Schutzmauerring. Diese Mauern waren vielleicht eine Brustwehr der Schutzwälle, auf denen Erich – was wir aus den Urkunden wissen – während des Streites mit dem Bürgertum von Darłowo Kanonen aufstellen ließ.

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Kościół Mariacki Marienkirche

Im Jahre 1321 übergab der Camminer Bischof Conrad die Kirche von Darłowo, die unter seinem Patronat war, den Gebrüdern Święc. Dieses Jahr hielt man für den Bauanfang der Maria-Himmelfahrt Kirche, die man auch Marienkirche nennt. Die Kirche wurde in den Jahren 1589, 1624, 1676 und 1722 von Bränden heimgesucht. Beim Brand im Jahre 1676, der nach einem Blitz ausbrach, brannte das ganze Innere der Kirche samt dem Turm nieder. Von dem Jahr 1535 an bis zum Kriegsende 1945 gehörte die Kirche den Protestanten, die die Mehrheit der Bewohner der Gebiete von Pommern darstellten. Viele architektonische Veränderungen wurden damals durchgeführt, u.a. in dem Jahr 1897 wurden vor dem Chor und den Seitenschiffen hölzerne Balkons aufgestellt.

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Kościół św. Gertrudy Die St. Gertrudkirche

Die älteste Erwähnung über die St. Gertrudkirche stammt aus dem Jahre 1497, als Darłowo von einem geschichtsgrößten Hochwasser, mit einer seismischen Wasserwelle verbunden, überflutet war. Auf dem Hügel, wo das Heiligtum steht, strandete dadurch ein Schiff. Die St. Gertrudkirche wurde auf einem sechseckigen Grundriss, mit einem zwölfeckigen Unterbau, dessen Wände wechselnd länger und kürzer sind, erbaut. Das Gebäude wird durch treppenartige Strebepfeiler gestützt. Die Kirche ist mit einem zwölfteiligen, steilen Schindeldach bekrönt. In der Mitte des Daches steigt ein sechsseitiges Türmchen mit einem sehr hohen Spitzhelm empor, der eine Kugel, ein Kreuz und einen Hahn trägt. Dem Altar gegenüber befinden sich fünf Balkons, deren Balustraden mit den Gemälden der Schuhmacherzunft und der vier Evangelisten: Matthäus, Markus, Lukas und Johannes verziert sind. Sehenswert sind der neobarocke Orgelprospekt aus dem Jahre 1912 und die Orgel aus dem Jahre 1860. Die vorderen Seiten der Bänke sind mit den Wappen der Städte, des reichsten Kaufmanns und der Brauerzünfte aus dem Jahr 1733 bemalt, daneben auch die heiligen Paul und Peter und Luther und Melanchthon. Die Schutzheilige der Kirche ist die heilige Gertrud. Sie war die Äbtin eines Klosters in Nivelles bei Brüssel, das von ihrer Mutter Iduberga gegründet wurde. Im Jahre 647 wurde sie zur Klostervorgesetzten und  im Jahre 857 wurde sie heilig gesprochen. Sie ist die Schutzpatronin der Segler, Reisenden, Verlassenen, Obdachlosen und Verstorbenen und auch für büßende Seelen.

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Kościół Świętego Jerzego Die St. Jürgen Kapelle

Ist die dritte erhaltene mittelalterliche Kirche in Darłowo. Sie wurde außerhalb der Stadtmauer gebaut, wegen der Seuchen- und Krankheitsverbreitungsmöglichkeiten, weil sie als ein Hospital benutzt worden ist. Der Kapelle gehörten zwei Hospitäler: das zum Heiligen Geist, worin sich die Armen und Kranken aufhielten und das von St. Jürgen, das vor allem den Aussätzigen diente. Im Jahre 1680 und auch in weiteren Jahren danach befanden sich in der Kirchenumgebung 30 mit Stroh bedeckte Lehmhütten, in welchen die Kranken und Altersschwachen wohnten. Rundum gab es kleine Gemüsegärten. Das Heilige Geist Hospital betreuten die Kartäuserordensschwestern. Zum Gebet rief man mit Schlägen einer Glocke, die hier im Jahre 1623 von St. Gertrudkirche herübergetragen wurde. Die Armen, die die Lehmhütten bewohnten, räumten oft den Markt von Darłowo auf und arbeiteten oft als Totengräber und Leichenwagenfahrer. Die St. Jürgen Kapelle gehört heutzutage dem Franziskanerorden und ist eine Filialkirche der Heiligen Maria.

Von dem neuen Stadttor führte nach Darłówko (Rügenwaldermünde) ein Weg über einen Damm (heute Morska Str.). Ungefähr 150 m vom Tor, in Richtung Darłówko, links von dem Weg, stand eine St. Nikolaus Kirche. St. Nikolaus war ein Schutzpatron der Segler, Fischer und Kinder. In jeder Seestadt und in den Städten, die sich in der Meeresnähe befanden, baute man St. Nikolaus Kirchen und Kapellen auf. Die erste Erwähnung von dieser Kirche in Darłowo stammt aus dem Jahre 1491. Sie ist auf der Lubinus Landkarte aus dem Jahre 1618 zu sehen. Höchstwahrscheinlich wurde sie während des 30-jährigen Krieges zerstört.

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Brama Wysoka Das Hochtor - (XIV Jhdt.)

Es wird auch Steintor oder Ziegeltor genannt, gibt uns eine Vorstellung über das Aussehen der ehemaligen Schutzmauer, obwohl es über die Jahrhunderte seine Gestalt und seinen Charakter änderte. Der Bau der Schutzmauer erhöhte nicht nur die Schutzwerte der Stadt, sondern verstärkte auch ihr politisches Ansehen. Sein jetziges Aussehen verdankt das Hochtor einer letzten Renovierung, die im Jahre 1732 durchgeführt wurde. Dieses Datum ist mit Hilfe von eisernen Stäben an der Fassade, zur Stadtseite hin, verewigt. Die Ziegel des Tores sind unten nach einem wendischen und oben nach einem polnischen System gemauert. Es ist mit einem vierteiligen Zeltdach bekrönt. Im Inneren wurden die Schießscharten erhalten. Aus dem Hochtor beobachteten die Stadtwachen die ganze Stadt und die Gegend und alarmierten die Bewohner, falls ein Brand ausbrach oder eine andere Gefahr drohte.

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Pomnik Rybaka Fischerdenkmal

Ein Denkmal, das auch die Rolle eines Springbrunnens spielt, befindet sich in unmittelbarer Nähe des Altstadtzentrums. Das Denkmal wurde von einem bekannten deutschen Künstler, Wilhelm Gross, im Jahre 1919 entworfen. Der Stifter des Denkmals, das heute den Markt von Darłowo verschönert, war eine der reichsten Familien in der Stadt mit dem Namen Hemptenmacher. Die Familienmitglieder waren die Besitzer einer an der Ostsee bedeutenden Flotte mit Segel- und Handelsschiffen. Am Sockel, auf dem der Fischer steht, sind auf allen vier Seiten Erztafeln mit Reliefs angebracht, die Alltagssituationen der Rügenwalder darstellen. Die Tafel an der Rathausseite stellt einen Ritter dar, der auf den Ort hinzeigt, wo die Stadt entstanden ist. Daneben ein Schreiber und Arbeiter, die einen Graben auswerfen, der die Festungsburg umranden sollte. An der nördlichen Seite hat der Künstler die Bootsbauer beim Segelschiffsbau dargestellt. Auf der östlichen Tafel sieht man eine auf den Wellen schaukelnde hanseatische Kogge. Das letzte Relief, das sich nach Süden richtet, stellt einen Schäfer, der auf eine Schafherde aufpasst und eine Frau, die Gänse weidet, dar. Das Gänsefleisch, insbesondere die Leber, waren begehrteste Exportwaren.

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Ratusz Miejski Rathaus

Das alte Rathaus, das in der Mitte der jetzigen Altstadt stand, brannte während des großen Brandes im Jahre 1722 nieder. Der damalige Sitz der Stadtbehörde wurde in die gründlich umgebauten Markthallen verlegt. Sie lagen nicht weit von der Marienkirche entfernt, und erfühlen von 1725 bis heute die Funktion des Rathauses. Das Innere hat keinen altertümlichen Charakter und auch keine solche Ausstattung. Sehenswert ist aber das vom gotischen Rathaus übrig gebliebene Portal, das sich heute über der Eingangstür befindet. Es zeigt ein Stadtwappen — einen Fischgreif und eine lateinische Inschrift, die übersetzt lautet:„Diese Stadt wurde im Jahre 12 (weitere Ziffern wurden nicht angegeben, weil sie unbekannt bleiben) n. Ch. gegründet, vergrößert wurde sie im Jahre 1312. Dreimal ist sie niedergebrannt worden: 1589, 1624, 1648. So viele Male ist sie auch wieder belebt. Dem Gott und dem Fürst lieb, sei immer beglückt. Wachse die Burg empor, erblühe. Gott soll dich beglücken, der Fürst lange beschützen. Aber, oh Wehe, erneut in den Jahren 1675 und 1722 vom Feuer vernichtet. Und das Rathaus solle im Jahre 1725 zum letzten Mal  von neu an wiederaufgebaut werden“.

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Latarnia Morska Leuchtturm

Der östlich am weitesten stehende Leuchtturm, der zur Westküste gehört, und der an dem westlichen Wellenbrecheransatz bei der Wippermündung zur Ostsee aufgebaut wurde. Erste Erwähnungen des Leuchtturmes von Darłowo stammen aus dem Jahre 1715, als die Stadtverwaltung die Lichter an beiden Seiten der Wippermündung zu stellen anordnete. Erst im Jahre 1885 wurde ein kleines einstöckiges Lotsenhaus aufgebaut. Es war ein niedriges, aus  roten Ziegelsteinen gebautes Gebäude, woran sich ein Turm anschloss, in dem zweiten Stock hatten die Lotsen ihren Raum. Die Aufgabe eines Lotsen war die Hafenreede zu beobachten und den Leuchtturm zu bedienen, der mit dem Licht den ankommenden Schiffen den Weg zum Hafen weisen sollte. An der Wende des XIX. zum XX. Jhdts. wurde der Leuchtturm oftmals modernisiert. Die Linsen der Lampe wurden gewechselt, die Leistung erhöht und die Lichtfarbe geändert. In dem Jahre 1927 wurde  der Turm um einen Stock erhöht. Das Gebäude wurde mit einer weißen  stählernen Kuppel bekrönt, in welche die Lichtquelle hineingebracht wurde. Seit dieser Zeit bis heute erlebte das äußere Aussehen des Gebäudes nur kosmetische Veränderungen. Heutzutage ist der Turm 22 m hoch und die Reichweite des Lichtes, das den Weg zum Hafen weist, beträgt knapp 30 km. Bauten von historischen Werk, erhaltene mittelalterliche Straßenordnung, der Fluss Wipper, der durch die Stadt strömt, tragen dazu bei, dass sie voll von außergewöhnlichen Winkeln ist. Diese ermuntern zu langen Spaziergängen, worauf man bei jedem Mal etwas Neues und Ungewöhnliches entdecken kann.

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